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Mein Ernährungsleitfaden für Hashimoto-Betroffene: Ein Weg zu mehr Wohlbefinden




Hallo liebe Hashifit Comunity,

viele von euch kennen mich schon von früheren Blogs, für alle die mich noch nicht kennen, ich bin Parri, Heilpraktikerin und selbst seit mehr als 39 Jahren von Hashimoto-Thyreoiditis betroffen. Ich verstehe die Herausforderungen, die diese Autoimmunerkrankung mit sich bringt und habe es mir zur Aufgabe gemacht, anderen Betroffenen zu helfen, ihr Wohlbefinden durch eine angepasste Ernährung zu verbessern. In diesem Blogbeitrag möchte ich einen Ernährungsleitfaden für Hashimoto-Betroffene mit euch teilen, die auf meinen Erfahrungen und dem aktuellen Stand der Forschung basieren. Den Anfang macht Gluten als der für mich wichtigste Faktor in der Ernährung.


1. Glutenfreie Ernährung:

Eine glutenfreie Ernährung kann für Menschen mit Hashimoto von Vorteil sein, da Gluten bei einigen Betroffenen Entzündungen fördern kann. Diese Entzündungen können die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und die Symptome von Hashimoto verschlechtern.

Studien haben gezeigt, dass eine glutenfreie Ernährung dazu beitragen kann, die Symptome bei Menschen mit Hashimoto zu reduzieren und die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen.


Daher ist es empfehlenswert, glutenhaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln und Gebäck zu meiden und stattdessen glutenfreie Alternativen auszuprobieren.

Solltest du den Verdacht haben, dass du von einer Glutenunverträglichkeit oder -sensitivität betroffen sein könntest, gibt es spezielle Tests, die auf diese Unverträglichkeit oder Sensitivität abzielen. Beachte jedoch, dass diese Tests nur aussagekräftige Ergebnisse liefern können, wenn du bisher keine glutenfreie Ernährung durchgeführt hast. In diesem Fall wäre es ratsam, die Tests durchzuführen, bevor du dich vollständig glutenfrei ernährst.

Als Betroffener von Hashimoto-Thyreoiditis ist es wichtig, sich über die verschiedenen Aspekte der Erkrankung zu informieren. Eine glutenfreie Ernährung kann dazu beitragen, deine Lebensqualität zu verbessern und deine Schilddrüse zu unterstützen. Probiere es aus und finde heraus, ob es dir hilft, deine Symptome zu lindern.


2. Eine ausgewogene Ernährung: Der Schlüssel zu einem gesunden Immunsystem

Eine ausgewogene Ernährung ist für alle wichtig, aber besonders für uns Hashimoto-Betroffene. Eine Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, mageren Proteinen und gesunden Fetten ist, kann das Immunsystem stärken und Entzündungen reduzieren. Achte darauf, Lebensmittel zu wählen, die reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien sind, da diese dazu beitragen, das Immunsystem zu regulieren und Entzündungen zu bekämpfen.

Wenn es schwierig wird, alle benötigten Nährstoffe durch die Nahrung zu bekommen, können z.B. Nahrungsergänzungsmittel helfen, Nährstoffmängel auszugleichen und das Wohlbefinden zu fördern.




3. Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind unverzichtbar, da unser Körper sie nicht selbst herstellen kann und sie daher über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei vielen Körperfunktionen, wie beispielsweise der Unterstützung von Gehirn-, Herz- und Immunsystem.

Die bedeutendsten Omega-3-Fettsäuren sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die vorwiegend in fettem Fisch wie Lachs, Makrele, Hering und Sardinen vorkommen. ALA (Alpha-Linolensäure) ist hingegen in pflanzlichen Quellen wie Leinsamen, Chiasamen und Walnüssen zu finden.

Für Personen mit Hashimoto können Omega-3-Fettsäuren von großer Bedeutung sein, und hier sind einige Gründe dafür:

  1. Entzündungshemmende Wirkung: Omega-3-Fettsäuren besitzen entzündungshemmende Eigenschaften, die dazu beitragen können, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Da Hashimoto eine Autoimmunerkrankung ist, bei der Entzündungen im Vordergrund stehen, kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren helfen, die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

  2. Unterstützung der Schilddrüsenfunktion: Omega-3-Fettsäuren tragen auch zur Unterstützung der Schilddrüsenfunktion bei. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit höheren Omega-3-Spiegeln im Blut eine bessere Schilddrüsenfunktion aufweisen.

  3. Stimmungsaufhellende Wirkung: Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen, einschließlich Hashimoto, können anfällig für Stimmungsschwankungen und Depressionen sein. Omega-3-Fettsäuren haben stimmungsaufhellende Eigenschaften, die bei der Bewältigung dieser Symptome hilfreich sein können.

Um sicherzustellen, dass du ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu dir nimmst, empfehle ich dir, zweimal pro Woche fetten Fisch zu essen und pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinsamen, Chiasamen und Walnüsse in deine Ernährung zu integrieren. Du hast auch die Möglichkeit, Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel zu dir zu nehmen, da dadurch das Risiko einer Schwermetallbelastung vermieden werden kann. Ein übermäßiger Verzehr von Fisch kann nämlich zu einer erhöhten Schwermetallbelastung führen.


4. Niedrig glykämische Lebensmittel:

Stabilisiere deinen Blutzuckerspiegel

Da Hashimoto oft mit Insulinresistenz und einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes einhergeht, ist es wichtig, den Verzehr von Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index (GI) zu reduzieren. Eine Ernährung, die reich an niedrig-glykämischen Lebensmitteln ist, kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren und das Risiko von Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen reduzieren. Zu den niedrig-glykämischen Lebensmitteln gehören Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und bestimmte

Obstsorten wie Beeren und Äpfel. Integriere diese Lebensmittel in deine tägliche Ernährung, um deinen Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten.

Tipp: Das Buch Der Glukose-Trick* . In diesem Buch beschäftigt sich die Autorin mit der komplexen Beziehung zwischen Glukose und unserer Gesundheit und gibt praktische Tipps und Strategien für eine ausgewogene Ernährung und Blutzuckerregulation im Alltag.


5. Probiotika und fermentierte Lebensmittel: Freunde für unsere Darmgesundheit


Ein gesunder Darm und eine ausgewogene Darmflora sind für das Immunsystem entscheidend, insbesondere für uns Hashimoto-Betroffene. Der Verzehr von probiotischen und fermentierten Lebensmitteln kann die Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken. Beispiele für solche Lebensmittel sind Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi und Miso. Versuche, diese Lebensmittel regelmäßig in deine Ernährung einzubauen, um deine Darmgesundheit zu fördern. Auch eine probiotisches Nahrungsergänzungsmittel wäre eine Möglichkeit.

Z.B. Hashifit Darmflora 16 Plus ist eine Nahrungsergänzung, welches die Darmflora unterstützt, indem sie Präbiotika und Probiotika kombiniert.


6. Goitrogene in Maßen:

Was sind denn Goitrogene?

Goitrogene sind natürliche Substanzen, die in einigen Lebensmitteln vorkommen und die Fähigkeit des Körpers, Jod aufzunehmen, beeinträchtigen können. Eine verminderte Jodaufnahme kann zu einer vergrößerten Schilddrüse führen, auch Kropf genannt. Bei Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis, ist es wichtig, auf die Menge der goitrogenen Lebensmittel in ihrer Ernährung zu achten da Jod nicht nur für die Schilddrüse, sondern auch für andere Drüsen, wie die Brustdrüse, wichtig ist.

Goitrogene kommen in verschiedenen Lebensmitteln vor, insbesondere in einigen Gemüsesorten wie Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Spinat und Sojaprodukten. Der Verzehr von goitrogenen Lebensmitteln in großen Mengen kann die Funktion der Schilddrüse bei empfindlichen Personen beeinträchtigen, insbesondere bei solchen, die bereits an einer Schilddrüsenerkrankung leiden.

Bei Hashimoto-Betroffenen kann der übermäßige Verzehr von goitrogenen Lebensmitteln die Symptome verschlimmern, da die Schilddrüsenfunktion weiter beeinträchtigt wird. Daher ist es ratsam, diese Lebensmittel in Maßen zu verzehren, um mögliche negative Auswirkungen auf die Schilddrüse zu vermeiden.

In vielen Fällen kann das Kochen oder Dämpfen von goitrogenen Gemüsesorten die goitrogenen Verbindungen teilweise abbauen und ihre Wirkung auf die Schilddrüse verringern.

Es ist wichtig zu betonen, dass goitrogene Lebensmittel nicht vollständig vermieden werden müssen, da sie auch viele gesundheitliche Vorteile bieten. Eine ausgewogene Ernährung, die eine Vielzahl von Lebensmitteln enthält, kann dazu beitragen, die Schilddrüsengesundheit bei Menschen mit Hashimoto zu unterstützen. Spreche mit Deinem Arzt/Heilpraktiker oder Ernährungsberater, um herauszufinden, welche Menge an goitrogenen Lebensmitteln für Dich sicher ist und wie Du sie am besten in Deine Ernährung integrieren kannst.


7. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr:

Als grobe Faustregel sollten Erwachsene täglich mindestens 2 Liter Wasser trinken, um den Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken. Doch es ist auch wichtig, auf den individuellen Bedarf zu achten, da dieser je nach körperlicher Aktivität, Umgebungstemperatur und Gesundheitszustand variieren kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann auch dazu beitragen, den Stoffwechsel zu unterstützen und die Gewichtskontrolle zu verbessern. Zudem kann sie die kognitive Funktion und die Stimmung verbessern sowie die Hautgesundheit fördern. Vergiss nicht, dass nicht nur Wasser, sondern auch andere Getränke wie ungesüßter Tee, Kaffee oder auch Obst und Gemüse zur Flüssigkeitszufuhr beitragen können. Beachte jedoch, dass manche Getränke wie koffeinhaltige oder zuckerhaltige Limonaden sowie Alkohol eine dehydrierende Wirkung haben können und deshalb nur in Maßen genossen werden sollten. Achte auf Deinen Körper und trinke ausreichend Wasser, um hydratisiert zu bleiben und Deine Schilddrüsenfunktion sowie Deine Gesundheit insgesamt zu unterstützen. Eine gängige Methode ist, das Körpergewicht (in Kilogramm) mit 30 bis 35 Milliliter (0,03 bis 0,035 Liter) zu multiplizieren. Zum Beispiel sollte jemand, der 70 kg wiegt, etwa 2,1 Liter Wasser pro Tag trinken (70 kg x 0,03 l = 2,1 l).


8. Mäßiger Alkohol- und Koffeinkonsum: Unsere Schilddrüse dankt es uns

Es ist wichtig zu beachten, dass der Konsum von Alkohol und Koffein bei Hashimoto-Betroffenen die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und die Symptome verschlimmern kann. Daher empfehle ich einen mäßigen Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Tee und Energydrinks sowie alkoholischen Getränken. Es kann auch ratsam sein, nach koffeinfreien Alternativen zu suchen, um mögliche negative Auswirkungen auf die Schilddrüse zu vermeiden. Indem du auf eine ausgewogene Ernährung achtest und dein Konsum von Alkohol und Koffein im Auge behältst, kannst du dazu beitragen, deine Schilddrüsengesundheit zu unterstützen.


Fazit:

ich hoffe, dass dieser Ernährungsleitfaden für Hashimoto-Betroffene euch dabei hilft, euer Wohlbefinden zu verbessern und mit den Herausforderungen dieser Autoimmunerkrankung besser umzugehen. Denkt daran, dass jeder Mensch individuell ist und es wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse und Empfindlichkeiten einzugehen. Bei Fragen oder Unsicherheiten empfehle ich, einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate zu ziehen, um eine auf den Einzelnen zugeschnittene Ernährungsstrategie zu entwickeln. Bleibt gesund und bis zum nächsten Beitrag!

Eure Parri



PS: Teilt eure Erfahrungen und Fortschritte!

Ich lade euch herzlich ein, eure Erfahrungen, Fortschritte und Tipps im Umgang mit Hashimoto und Ernährung in den Kommentaren zu teilen. Je mehr wir voneinander lernen, desto besser können wir uns gegenseitig unterstützen und das Leben mit Hashimoto erleichtern.

In zukünftigen Beiträgen werde ich weitere Themen rund um Hashimoto, wie zum Beispiel Bewegung, Stressbewältigung und Nahrungsergänzungsmittel, behandeln. Wenn ihr spezielle Themenwünsche habt, lasst es mich wissen und ich werde mein Bestes tun, um sie in meinen Beiträgen zu behandeln.

Zusammen können wir den Weg zu einem besseren Wohlbefinden und einer besseren Lebensqualität mit Hashimoto gehen.

Alles Liebe und bis zum nächsten Beitrag,

Parri



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