Hashimoto und Schwangerschaft




Kinderwunsch und Schwangerschaft – auch bei diesen Themen spielt die Schilddrüse eine wichtige Rolle. Grundsätzlich ist es natürlich auch mit Hashimoto möglich, eine Schwangerschaft ohne Komplikationen zu erleben und ein gesundes Baby auf die Welt zu bringen.

Es gilt bei Hashimoto einfach, ein paar zusätzliche Aspekte zu beachten – und zwar am besten schon dann, wenn der Kinderwunsch da ist. So können sowohl der Weg zur Schwangerschaft als auch die Schwangerschaft selbst so gut wie möglich verlaufen. In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Punkte zu dem Thema.

Und denke bitte immer daran: Die regelmäßige und offene Kommunikation mit deiner gynäkologischen Praxis, mit deiner Endokrinologie und gegebenenfalls mit deinem Heilpraktiker oder deiner Heilpraktikerin sind in der Zeit von Kinderwunsch und Schwangerschaft besonders wichtig.

Kinderwunsch mit Hashimoto erfüllen

Leider ist es so, dass eine vorliegende Erkrankung mit Hashimoto die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Das liegt daran, dass die Schilddrüse auch an der Produktion von Geschlechtshormonen beteiligt ist.

Falls bei dir kein diagnostiziertes Hashimoto vorliegt, du einen Kinderwunsch hast und dieser schon lange unerfüllt ist, dann lass einmal deine Schilddrüse checken!

Doch kein Grund zur Panik: Wenn du mit Hashimoto in Behandlung bist, ist dein Kinderwunsch in aller Regel auch erfüllbar. Es könnte zwar womöglich ein wenig länger dauern, bis er sich erfüllt, aber es gibt auch vieles, was du tun kannst.

Die Einstellung der Schilddrüse


Während einer Schwangerschaft ist der Bedarf des Körpers an Schilddrüsenhormonen größer als sonst. Darum ist es wichtig, dass du gut mit Schilddrüsenhormonen eingestellt bist – und das im Idealfall schon dann, wenn der Kinderwunsch da ist.

Die richtige Einstellung mit L-Thyroxin dauert seine Zeit, und wenn sich der Bedarf in der Schwangerschaft erhöht, dann sollte eine neue, höhere Dosierung regelmäßig überprüft werden.

Vermeidung von Stress




Hashimoto hat Einfluss auf den gesamten Körper, was ihn regelrecht in Stress versetzt. Auch das ist ein Punkt, der die Fruchtbarkeit beeinflussen kann. Darum ist es ratsam, bei Kinderwunsch jedem vermeidbaren, äußeren Stress so gut es möglich ist aus dem Wege zu gehen. Denn auch Stress im Alltag oder im Beruf sind hier nicht hilfreich.

Schwanger mit Hashimoto


In der Schwangerschaft können wir den Körper unterstützen und die bei Hashimoto erhöhte Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten und Frühgeburten so gut es geht auffangen. Auch hier steht die richtige hormonelle Einstellung der Schilddrüse im Fokus, die in regelmäßigen und kurzen Abständen überprüft werden sollte. Was sonst noch beachtet werden kann:

Vitamin D


Menschen, die an Hashimoto leiden, haben deutlich öfter einen Mangel an Vitamin D als andere. Auch, wenn es nicht endgültig geklärt ist: Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass hier ein Zusammenhang besteht. Darum kann es in ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein, Vitamin D zu supplementieren.



Jod


Das Thema der Jod-Supplementierung ist im Zusammenhang mit Hashimoto allgegenwärtig. Häufig ist eine erhöhte Zufuhr von Jod über Ergänzungsmittel sinnvoll – auch dann, wenn eine Supplementierung mit Jod in Hinblick auf Hashimoto nicht für alle Betroffenen ideal ist.

Das liegt daran, dass der Jod-Bedarf während der Schwangerschaft erhöht ist und Jod eine sehr wichtige Rolle bei der neurologischen Entwicklung des Kindes spielt. Darum steht bei der Jodversorgung diese Entwicklung im Fokus. Auch hier sollte die Dosierung natürlich fachkundig begleitet sein.


Übrigens: Unser Hashifit-Jod ist so fein dosiert, dass eine unterstützende Versorgung mit ihm ganz genau eingestellt werden kann.




Eisen und Magnesium



Hier sollte schon beim Kinderwunsch sichergestellt werden, dass kein Mangel vorliegt. Sowohl Eisen als auch Magnesium wirken sich nicht nur positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, sondern auch auf die Entwicklung des Kindes aus.



Gesunde Ernährung und entspannte Umgebung

Wie immer bei Hashimoto gilt: Die Ernährung sollte so ausgewogen sein, dass alle wichtigen Nährstoffe zugeführt werden können. Darüber hinaus sollten mögliche Unverträglichkeiten beachtet werden.


Und so wie beim Kinderwunsch gilt auch während der Schwangerschaft: Stress sollte so gut es geht vermieden werden. Gerade wenn von Hashimoto Betroffene schwanger sind, sollten sie sich nicht davor scheuen, Entlastung einzufordern – beispielsweise von Partnern oder der Familie.




Nach der Geburt

Nach der Geburt geht das Progesteron zurück, was Hashimoto-Symptome verschlimmern kann. Darum sollte die Schilddrüse wieder neu eingestellt werden und die Schilddrüsenwerte noch für eine Zeit lang regelmäßig kontrolliert werden.









Übrigens kann bedenkenlos gestillt werden: Nur in den ersten Wochen lassen sich Schilddrüsenantikörper in der Vollmilch nachweisen und diese Mengen sind zu klein, als dass sie bei Kindern Hashimoto auslösen könnten.








Ich hoffe, ich konnte dir einige Anregungen mit auf den Weg geben – gerade dann, wenn bei dir ein Kinderwunsch besteht.



Eure Parri

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